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Rundflug Bremen Rotenburg Heide Büsum ostfriesische Inseln Emden Papenburg

Rundflug Bremen Rotenburg Heide Büsum ostfriesische Inseln Emden Papenburg

Bremen WeserEin Rundflug in den Norden stand auf dem Programm und die Wettervorhersage war soweit o.k. Gafor zeigte bis zur Mittagszeit eher mäßige Sichtbedingungen, diese sollten sich dann aber laufend bessern. So ging es gegen Uhr 10.00 lokale Zeit in einer Gruppe von von 2 Motorseglern 3 Motorflugzeugen mit dem Ziel Heide Büsum los. Mein Copilot und ich wollten aber um die Strecke besser aufzuteilen (jeder hatte hinterher ähnliche Flugzeiten) noch eine Zwischenlandung mit Pilotenwechsel in Rotenburg Wümme einlegen. So beschlossen wir auch gleich noch Bremen City einen Besuch abzustatten und der freundliche Fluglotse genehmigte uns den Durchflug durch die Kontrollzone in 1500 Fuß. Werder Bremen FussballstadionAuf der Weser waren gerade einige Segelboote unterwegs und linker Hand konnten wir direkt nach Vorbeiflug an Bremen Airport das Werder Bremen Fußballstadion sehen. Der gedachte Überflug der Altstadt mit einem Foto vom Roland hat leider nicht geklappt. Dafür brauche ich aber wohl eine bessere Kamera. Die Smartphone Kamera zeigt hier dann doch deutliche Grenzen. Nach Ausflug aus der Kontollzone Richtung Osten ging es auch direkt zum Flugplatz Rotenburg Wümme.

Rotenburg Wümme FlugplatzDie recht großzügig dimensionierte Piste 26 auf der wir landeten und das direkt am Platz liegende Bundeswehrgelände und der imposante Turm weisen auch auf eine ehemalige Nutzung des Flugplatzes durch das Militär hin. Laut AIP ist dies aber jetzt nicht mehr der Fall. Insgesamt machte der Flugplatz einen recht belebten Eindruck. Laufend anfliegender und abfliegender Verkehr und Segelflugbetrieb zeigen das hier die private Fliegerei aktiv betrieben wird. Nach dem zahlen der Landegebühr ging es auch gleich weiter Richtung Norden mit dem Ziel Heide Büsum. Auf dem Weg dorthin überflogen wir die Oste die in der Elbmündung zur Nordsee endet. Mündung der OsteDie vielen Schiffe die hier unterwegs waren zeigen das Hamburg Elbe aufwärts gelegen einen der aktivsten Häfen in unserem Land hat. Auf der anderen Seite der Elbmündung in die Nordsee konnte man auch schon Büsum entdecken. Nach dem Überflug von Büsum ging es mit Ostkurs direkt zum Flugplatz Heide Büsum wo wir uns eine entspannte Mittagspause bei Fisch und Krabben gönnten. Die Motorfugzeuge waren aber aufgrund ihres direkten Kurses und der höheren Geschwindigkeit schon über eine Stunde vor uns dort eingetroffen. Sie berichteten das sich die Sicht zu diesem Zeitpunkt auch noch als recht bescheiden darstellte und wir in so fern das Glück hatten bei recht guter Sicht anfliegen zu können.Elbmündung Nordsee

Nach dem Mittagessen ging es dann auf die nächste Etappe über die Nordsee an den Ostfriesischen Inseln entlang mit dem Ziel Emden. Linker Hand flogen wir an der Insel Neuwerk vorbei mit direktem Kurs auf Wangerooge. Wangerooge hat einen Flugplatz der direkt am Ort liegt so das Piloten fußläufig in kurzer Zeit am Strand oder in der Stadt sind.Büsum aus der Luft Dies macht Wangerooge zu den beliebten Flugzielen, da man keine Taxis oder Busse benötigt um vom Flugplatz weg zu kommen. Die nächsten Insel die wir überflogen war Spiekeroog, die einzige Insel von den ostfriesischen Inseln die keinen Flugplatz hat. Nach Spiekeroog folgte mit Westkurs sofort Langeoog. Auch Langeoog gehört zu den Inseln deren Flugplatz so günstig liegt, das man bequem zu Fuß vom Flugplatz an den Strand und in den Ort gelangt. Nach Langeoog folgte Baltrum. Flugplatz Heide BüsumDie kleinste Ostfriesische Insel bietet auch den kleinsten Flugplatz an. Zumindest die Landebahn ist mit 360 m Länge so kurz, das man sich als Pilot eines Motoflugzeuges eigentlich nicht den Luxus erlauben sollte jemals erst bei der Halbbahnmarkierung aufzusetzen. Der Anflug ist allerdings frei von Hindernissen, so das sich Baltrum nicht nur für einen schönen Urlaub anbietet sondern auch um das Landen auf kurzen Pisten zu üben. Nach Baltrum kam auch gleich Norderney. Die Insel Norderney bietet ebenfalls alles was man für einen tollen Tag oder auch Urlaub an der Nordsee so braucht. Allerdings braucht man als Pilot definitiv ein Transportmittel um vom Flugplatz Norderney in die Stadt zu kommen.Wangerooge aus der Luft

Nach Norderney ging es mit Südkurs direkt Richtung Emden. Es hat allerdings etwas gebraucht bis wir den Flugplatz Emden aus der Luft entdeckt haben. 1300 m Asphaltbahn mit einer Breite von 30 m haben sich aber aus Norden kommend recht gut „getarnt“. Ansonsten war der Anflug und die Platzrunde recht einfach. Spiekeroog aus der LuftAm Flugplatz Emden haben sich in den letzten Jahren einige Hubschrauberunternehmen angesiedelt die als Dienstleister für die Offshore Industrie tätig sind. Windenergie und auch die Ölressourcen der Nordsee sind u.a. der Grund für die wirtschaftliche Bedeutung des Flugplatzes Emden. Das örtliche Restaurant war allerdings gerade durch eine private Feier recht ausgelastet so das wir nur begrenzt Platz für eine gemütliche Kaffeepause fanden. So ging es auch bald weiter auf die letzte Etappe zurück nach Porta Westfalica.Langeoog Luftbild Direkt nach Abflug über Piste 25 ging es nach links also wieder Südkurs über das Auto Terminal des Hafens von Emden. In kurzen Worten…unglaublich was hier an Fahrzeugen auf den Parkplätzen steht. Wahrscheinlich mehrere tausend PKW. Die VW Montage und die großen Rollon / Rolloff Carrier (also Schiffe die speziell für den Autotransport konstruiert wurden) die am Kai lagen machen es möglich. So viel plattes grünes Land und dann so viel wirtschaftliche Aktivität. In diesem Sinne folgten wir der Ems und kamen kurz darauf nach Papenburg. Baltrum Flugplatz und OrtDer Heimat der Luxus Kreuzfahrtschiffe aus dem Hause der Meyer Werft. Auch wenn die gewaltigen Hallen der Meyer Werft aus der Luft noch recht überschaubar wirken relativiert sich der Eindruck wenn man die Ems davor sieht und sich vorstellt, wie dort über 300 m lange Kolosse ihren Weg zur Nordsee finden. Gefühlt sah ich dort aus der Luft einen kleinen Bach. Nach diesem Eindruck würde ich ohne mein Wissen über die Meyer Werft schwören, das hier unmöglich Schiffe dieser Größenordnung gebaut werden. Und so kann man sich irren. Die Perspektive ist aus einem Flugzeug einfach eine ganz andere…aber um so faszinierender.Norderney Ort

Nach der Meyer Werft überflogen wir ein aus meiner Sicht weiteres Highlight bei Papenburg. Das Mercedes Testgelände. Kurz gesagt… riesig! Während unseres Überfluges fuhr auf dem großen Oval gerade ein Auto und man kann sich vorstellen wie man hier mit Höchstgeschwindigkeit durch die mehrere Kilometer lange Gerade und die anschließende Steilkurve donnert. Im Inneren der „großen“ Teststrecke befindet sich auch eine Rennstrecke oder zumindest eine Straßenführung die dies sicherlich zulassen würde. Emden Flugplatz Anflug Piste 25Dort fuhren gerade etliche Motorradfahrer und hatten sicherlich ihre Freude an der Kurvenhatz. Wahrscheinlich bieten der ADAC oder andere Anbieter hier auch Fahrsicherheitstrainings etc. an. Insgesamt hatte ich den Eindruck das Ostfriesland auch für den normalen Landbesuch durchaus eine Empfehlung ist. Eine Besichtigung der Meyer Werft z.B. ist wahrscheinlich enorm beeindruckend.

Zusammenfassend fand ich unseren Rundflug über Bremen, Rotenburg, Heide-Büsum, den ostfriesischen Inseln mit Emden und Papenburg richtig klasse. Hangar Flugplatz EmdenTrotz der deutlichen Sichtverbesserung nach der Mittagszeit war es dennoch leicht dunstig, so das auch die Fotos nicht ganz die gewünschte Qualität haben. An sehr guten Tagen soll man die ganzen Ostfriesischen Inseln quasi als Perlenkette von Wangerooge bis fast nach Borkum sehen können. Dies war bei unserem Rundflug nicht möglich. Aber eins steht für mich nach diesem Rundflug fest. Ich fliege mit Sicherheit noch einmal hierher und teste dabei auch noch die eine odere andere Insel etwas ausführlicher.Meyer Werft PapenburgAutoterminal Emden

 

 

Mercedes Testgelände bei Papenburg

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